NET-0 · 2025-10-28 · 55 min
Key moments - from our scoring
Substance score
56 / 100
Five dimensions, 20 points each
UVC Partners, managing nearly 600 million euros across multiple funds, operates as an independent venture capital firm with a distinctive advantage: deep integration with Unternehmertum, a startup factory generating strong pipeline and corporate relationships with German Mittelstand leaders like BMW and Siemens. This corporate network provides early-stage portfolio companies with direct customer access - a differentiator few VCs possess in Europe. Johannes von Borries, Managing Partner, brings founder experience from his 2006 hardware startup exit, which shapes his coaching approach with portfolio entrepreneurs. UVC invests primarily in Germany (80%) and surrounding Europe, targeting disruptive technologies across Climate Tech, Deep Tech, Software, AI, and Mobility. The 250 million euro fourth fund, oversubscribed last year, deploys approximately 10 million euros per company across 25-30 portfolio positions, with initial Seed investments of 2-3 million scaling to 4-5 million in Series A. Portfolio highlights include Isar Aerospace (small-lift satellite launch), Reverion (80% efficient biogas-to-electricity conversion via fuel cell hybrid), Stable (battery storage with mixed-source battery capability), Proxima Fusion (stellarator fusion reactors), and Aleph Alpha (enterprise AI layer). Key thesis: solve genuine market problems where customers pay willingly, supported by regulatory tailwinds like net-zero mandates.
UVC targets 25-30 investments per 250 million euro fund (~10 million per company lifetime), deploying 2-3 million in Seed, 4-5 million in Series A, and scaling to 15-20 million for top performers over time.
Via integration with Unternehmertum (a corporate-connected startup factory), UVC provides portfolio companies direct access to a customer base of hundreds of German and European corporates like BMW and Siemens for pilot projects and partnerships.
Reverion builds small gas power plants combining biogas, fuel cells, and afterburners to achieve 80% electrical efficiency (versus 40% traditional engines and 60% standalone fuel cells), with reversible operation for hydrogen production during low-demand periods.
Stable's inverter technology allows mixing different battery qualities and Second Life batteries in stationary storage systems, reducing costs and complexity by eliminating the need for identical battery types in non-automotive applications.
Proxima Fusion designs specialized magnets for stellarator reactors using AI and computing power, enabling magnet optimization that was impossible a decade ago and differentiating their approach versus other fusion companies in a crowded field.
Our reviewer’s read on each dimension, with quotes from the episode.
The episode contains genuinely substantive technical claims - Reverion's 80% efficiency vs. 40% combustion and 60% fuel cell benchmarks, Stable's battery-mixing innovation, and the structural argument about why European growth-stage capital fails for Deep Tech (different due diligence than SaaS). However, large portions are background biography, generic resilience advice, and VC truisms about diversification and timing.
normaler Verbrennungsmotor, wie es heute häufig gemacht hat, eine effizienz von 40 prozent klassische brennstoffzellen haben etwa so 60 und reverion kommt mit ihrem Nachbrenner noch mal auf etwa 80 Prozent
Stable hat nochmal eine bessere Technologie entwickelt, eben von der Batterie eben den Wechselrichter zu bauen... bis hin zu Second Life Batterien
A few contrarian angles - arguing impact-only funds are structurally weak, and that founders should not optimize for VC but for customer acquisition - stand out, but most framing (timing is key, diversify your portfolio, Deep Tech is Germany's strength) is standard VC conventional wisdom. The wave-over-a-dam analogy for technology adoption is memorable but not novel.
du baust wahrscheinlich das erfolgreichste Startup auf, wenn du kein Venture Capital Race
Ich glaube nicht, dass man Impact alleine ist vielleicht gut, das zu haben, aber langfristig, glaube ich, funktioniert es nicht so gut
Johannes is a genuine practitioner: a hardware founder who exited Nanda Technologies to semiconductor industry buyers, then built UVC Partners from a €25M to €250M fund over a decade. He has real operator credibility and is not a career podcast guest. He is a solid mid-tier European VC, though not globally prominent.
habe dann 2006 die Firma Nanda Technologies gegründet... haben Maschinen für die Halbleiterfertigung gebaut... am Ende Samsung und solche Leute verkauft
Damals waren wir vier Leute, jetzt sind wir dreiig 250 Millionen Fond, damals hatten wir 25 Millionen Fond
The episode names specific portfolio companies with technical differentiation metrics (Reverion at 80% efficiency, Proxima Fusion's Wendelstein Max Planck lineage, Aleph Alpha's pivot to application layer), gives fund sizing and investment stage math, and cites Lilium/SPAC as a concrete cautionary case. However, it lacks hard return data, external market size figures, or validated revenue/customer numbers for portfolio companies.
reverion kommt mit ihrem Nachbrenner noch mal auf etwa 80 Prozent. Damit sind sie mittlerweile wirklich das effizienteste Gaskraftwerk
steigen wir im Seed Bereich ein paar Millionen ein, in der Serie A eben maximal bis 10 Millionen
The host identifies a genuinely important structural issue (European growth-stage capital gap) and asks a focused question about it, which is above average. But most questions are open invitation prompts ('tell us about yourself', 'what's exciting'), and the host never pushes back on specific claims - responding to detailed portfolio descriptions with 'Hervorragend. Super Timing.' No numbers or assertions are challenged.
Hervorragend. Super Timing.
Ja, absolut. Ja, dann lass uns doch gern weitergehen und über UBC Partners sprechen.
Computed from the transcript - who did the talking, and the words that came up most.
In der heutigen Folge spreche ich mit Johannes von Borries , Managing Partner von UVC Partners , über die Rolle von Venture Capital für europäische Deeptech- und Climatech-Startups . Johannes leitet als Managing Partner UVC Partners , einen Early-Stage-VC mit Fokus auf Deeptech, Climatech, Software/AI und Industrial Tech . UVC verwaltet derzeit rund 600 Mio. € und hat kürzlich einen neuen Fonds in Höhe von 250 Mio. € aufgelegt. Bekannt ist UVC Partners als einer der führenden Tech-Investoren Europas - mit Portfolio-Unternehmen wie Isar Aerospace , Proxima Fusion , Reverion oder Aleph Alpha . Die enge Verbindung zur UnternehmerTUM und zur Technischen Universität München macht UVC Partners zu einem zentralen Knotenpunkt im europäischen Deeptech-Ökosystem. Wir sprechen über Johannes’ Weg vom Ingenieur zum Gründer und Investor, den Aufbau von UVC Partners, Investmentthesen in Space- & Climatech sowie Energie-Technologien wie Brennstoffzellen und Batteriespeicher . Außerdem geht es um die Dynamik des europäischen Deeptech-Markts , Finanzierungslücken in Growth-Runden und konkrete Ratschläge für Deeptech-Gründer .
Transcribed and scored by The B2B Podcast Index.
Speaker A: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von NetZero. Ich freue mich heute Johannes von Boris bei uns begrüßen zu dürfen. Johannes ist Managing Partner von UBC Partners. Hallo Johannes.
Speaker B: Hallo. Hallo Leon.
Speaker A: Schön, dass du heute hier bist und die Zeit gefunden hast. Ich freue mich auf ein spannendes Gespräch mit dir. Bevor wir tief rein starten, lass doch erstmal ein wenig über dich sprechen. Du hast selber vor jetzt schon einigen Jahren gegründet und bist dann jetzt selber auf die Seite des Investors gewechselt. Erzähl doch gerne mal so von deinem Werdegang. Versuch das so ein bisschen in Kapiteln anzuteilen.
Speaker B: Ja, gerne, gerne. Also ich bin schon ein bisschen älter, deshalb ist da schon längerer Werdegang. Ich habe mal Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Elektrotechnik in Berlin studiert. Das war in den ERN. Und das Interessante ist, damals gab es meinen Job noch gar nicht oder ich kannte ihn noch gar nicht. So Venture Capital habe ich damals noch nie gehört und war auch in Deutschland sicherlich nicht bekannt. Ich bin dann erstmal zu einer großen Firma Siemens gegangen als Wirtschaftsingenieur dort in die Beratung. Das war auch sehr spannend, aber ich habe auch festgestellt, dass ich eigentlich keiner bin, der in Großunternehmen funktioniert, sondern ich habe festgestellt, ich bin eher mit Kleinen unterwegs, ich möchte schnelle Entscheidungen treffen, habe auch eine unternehmerische Ader und habe dann mein MBA in Berkeley gemacht, nähe zum Silicon Valley, das dann natürlich kennengelernt und da habe ich dann auch Venture Capital kennengelernt und Start ups. Mittlerweile kam das dann auch in Deutschland auf und das war super spannend. Eigentlich wollte ich damals schon gründen, da war aber genau die Dotcom Bubble ist dann wieder runtergesackt, da gab es dann in Deutschland kein Geld mehr und da habe ich mir gesagt, Mensch, Venture Capital ist ja eigentlich auch ganz toll, dann bist du zwar auf der anderen Seite, aber dann sieht man ja immer die interessanten Startups und vielleicht ergeben sich dann die Möglichkeiten, wo ich dann doch auch nochmal ins Startup reingehe. Und ja, eigentlich hat sich das dann auch so bewahrheitet. Ich habe also dann bei Wellington Partners Venture Capital angefangen, damals auch einer der Top VCs in Deutschland und Europa. Wir haben verschiedenste Investments dort gemacht. Ich habe das Investmentgeschäft kennengelernt, auch lieben gelernt, aber ich hatte immer noch meine unternehmerische Ader und habe gesagt, Mensch, ich möchte auch noch mal selber eine Firma gründen. Und habe dann 2006 die Firma Nanda Technologies gegründet mit jemand, den ich vorher in einem anderen Startup investiert hatte und dann haben wir dann Exit schön gemacht und dann kam der nach seinem Earn Out zurück und meinte. Johannes, komm jetzt lass uns die nächste Firma gründen, würden das gern zusammen machen. Und da habe ich gesagt, das machen wir. Es hat super Spaß gemacht. Es war eine Achterbahn, wie das eben so häufig, ich glaube, bei Start up Gründern ist und es war im Bereich wir haben Maschinen für die Halbleiterfertigung gebaut, was Technisches und haben am Ende Samsung und solche Leute verkauft. Aber genau das war natürlich ein Rauf und Runter. Am Ende hatten wir vielleicht auch ein bisschen Glück, dass wir oben gelandet sind und dann auch erfolgreich verkauft haben die Firma. Genau und danach habe ich ein bisschen Business Angel Investments gemacht und habe dann vor 10 Jahren bin ich bei UVC eben eingestiegen als einer Geschäftsführer und habe dort mitgeholfen eben UVC auch aufzubauen, also meine unternehmerische Ader wieder weitergetrieben mittlerweile. Also Damals waren wir vier Leute, jetzt sind wir dreiig 250 Millionen Fond, damals hatten wir 25 Millionen Fond. Also wir haben das sehr erfolgreich. Genau, verzehnfacht, nicht ganz so schnell wie vielleicht die Startups, aber genau, es hat sehr viel Spaß gemacht, aber auch das Investieren selber macht mir eben auch wieder sehr viel Spaß. Genau und da stehe ich heute und schaue sehr optimistisch in die Zukunft.
Speaker A: Spannend. Was sagst du, bringt dir das, dass du selbst im Hardware Bereich, im Tech Bereich gegründet hast? Wie verändert das den Blick selber auf deine Investments und die Startups, die du dir anschaust?
Speaker B: Ja, ich glaube, also gibt es mehrere Perspektiven. Ich glaube, erstmal kann ich Gründer in ihren Situationen und später sitzen wir ja auch häufig im Board und coachen die Gründer und sind da ja nah an deren Geschäftsentwicklung. Dabei kann ich die einfach sehr gut verstehen, weil ich war halt mal in deren Schuh. Natürlich ist jedes Startup anders, jede Situation ist anders, aber es gibt ja doch immer gewisse Pattern und eben dieses doch extrem abhängig von Kunden, von Finanzierung, von Teammitgliedern, die einen vielleicht verlassen oder nicht zu sein, das kann ich sehr, sehr gut nachempfinden. Auch ich glaube den Stresslevel und eben diese Achterbahn, die man da durchmacht und deshalb bin ich glaube ich gerade in der Betreuung wird mir auch häufig gesagt, klar kann ich eine sehr gute Verbindung aufbauen und ich glaube auch viel hinsichtlich quasi Coaching auch persönlich, wie geht man mit gewissen Situationen vielleicht auch um geschäftlich, aber wie gesagt, beim Unternehmer ist das ja auch immer sehr eng verbunden mit einer persönlichen Stresslevel und wie man sich entscheidet, glaube ich, kann ich da ganz gut unterstützen. Ich würde nicht immer pauschal sagen, dass man als Gründer ein besserer Investor ist, weil das ist ein anderes Geschäft. Also investieren muss man eigentlich noch objektiver sein, was man als Gründer häufig gar nicht ist. Da träumt man von seiner Idee, die will man in den Markt bringen, da ist man enthusiastisch, die wird die Welt verändern. Als Investor muss man manchmal eine bisschen objektivere Sichtweise ansehen, weil es gibt halt viele Möglichkeiten und vielleicht ist es doch nicht die beste oder es gibt da eben auch Risiken. Aber wie gesagt, es hilft mir, glaube ich, die Gründer gut zu verstehen und natürlich, was für Risiken auftreten können im Aufbau einer Firma.
Speaker A: Ja, auf jeden Fall. Meinst du denn auch, dass du so das Gefühl hast, du verstehst relativ schnell und siehst relativ schnell, ob ein Gründer dafür gemacht ist, dann eben auch diesen langen Weg zu gehen, der vor ihm liegt, wenn man quasi Startup gründet?
Speaker B: Ja, also sicherlich, ja, wie gesagt, ich weiß sozusagen ein bisschen was auf einen zukommen kann, aber da muss ich auch sagen, das haben natürlich eigentlich auch andere Investoren, weil ich habe natürlich auch nur durch mich selber, habe ich natürlich meine Erfahrungen gemacht, die teile ich auch sehr gerne, aber es können ja auch sehr viele andere Erfahrungen oder andere Persönlichkeiten geben. Ich glaube, das lernt man dann eher wieder aus der Investorensicht, weil man da einfach unheimlich viele Teams gesehen hat. Einfach das Sample ist größer. Lass mich so sagen, das Sample ist größer. Als Investor hast du natürlich auch viele Patterns gesehen, viele Firmen, wie die sich entwickeln. Das heißt auf einer objektiveren Ebene, was vielleicht für Charaktereigenschaften braucht man in gewissen Startups, sag ich mal so. Das habe ich auch gesehen, aber das habe ich eher durch meine Investmentaktivität gesehen, als jetzt quasi nur, weil ich selber durchgemacht habe.
Speaker A: Ja, kann ich mir vorstellen. Absolut. Ja, dann lass uns doch gern weitergehen und über UBC Partners sprechen. Ihr habt letztes Jahr im Sommer den mittlerweile vierten Fonds in Höhe von 250 Millionen geraced. Wart dabei überzeichnet. Wir haben gerade darüber gesprochen, in den Clan 10 Jahren die Fondsgrösse verzehnfacht. Ihr verwaltet knapp 600 Millionen an Vermögen, wenn das so richtig ist, mehr oder weniger. Deswegen, ja, das sind alles große Zahlen. Glückwunsch an der Stelle zu der Entwicklung.
Speaker B: Danke.
Speaker A: Was ist euer Fokus? Was macht euch quasi eben auch so attraktiv für andere Investoren?
Speaker B: Ja, also ich glaube erstmal unsere Besonderheit ist, dass wir jetzt völlig unabhängig sind als Venture Capitalist, das auch schon sehr lange sind, aber eben sehr eng mit Unternehmertum immer noch agieren und wir ja quasi eine Schwesterfirma der Unternehmertum sind und auch daraus entstanden sind. Und die Unternehmertum selber ist ja mittlerweile sogar europaweit gewählt worden als die Startup Factory, da kommen also viele Startups raus. Aber was fast noch mehr oder wichtiger ist, ist, dass wir da ganz, ganz viel mit dem deutschen Mittelstand und auch den großen wie BMW oder Siemens und so weiter zusammenarbeiten. Das heißt, die Unternehmertum selber hat Geschäftsbeziehungen mit mehreren hundert Corporates, wie wir sie nennen und die wollen alle und zahlen auch teilweise dafür mit Start ups Pilotprojekte machen, zusammenarbeiten, Innovationsprojekte und das heißt, wir können das nutzen, dass wenn wir investieren, selbst in Berlin oder in anderen Städten und ja, hier ist Geld, aber hier ist auch Eine Liste von 100 potenziellen Kunden für dich, mit denen wir wirklich enge Beziehungen haben über die Unternehmertum. Das ist halt ein riesen Asset, das eigentlich so keiner hat in Deutschland, sogar nicht mal in Europa. Und das bringt uns natürlich sehr, sehr viel, gerade in den frühen Phasen und auch in unseren Segmenten, die Segmente sind, also generell ist es BB Tech, aber vor allem fokussieren wir uns auf Climate Tech, Deep Tech, Software, AI und Mobility. Und ich glaube in den Bereichen können wir eben gerade frühen Start ups diesen Market Entry, der sehr, sehr wichtig ist, extrem unterstützen und das macht uns in Summe, glaube ich, auch erfolgreich. Und deshalb werden wir eben bei erfolgreichen Teams oder guten Teams dann auch als Investor häufig ausgewählt.
Speaker A: Spannend seid da also vor allen Dingen Early Stage Investor und kann ich mir vorstellen, dass gerade für Technologie Startups eben dieses Netzwerk, was ihr dann direkt mitbringt und anbietet, eben ein riesiger Vorteil ist. Aber warum konzentriert ihr euch gerade auf diese Themen? Also warum sagt ihr Deep Tech, Climate Tech, was macht das so spannend für euch?
Speaker B: Ja, guter Punkt. Also wir machen das eigentlich schon sehr lange. Also erstmal, wir haben schon immer Software Hardware gemacht, da haben wir jetzt nicht unterschieden. Es gibt Vor und Nachteile und auch sehr unterschiedliche Skalierungsmechanismen. Aber grundsätzlich auch mit meinen Kollegen übrigens, die auch schon Partnerkollegen, die sehr, sehr lange im Geschäft sind, glauben wir nicht an extrem spezifische Fonds, nur AI Fonds oder andere. Ich glaube, Venture Capital funktioniert, wenn man eigentlich in disruptive Technologien investiert, zumal wir das ja nicht weltweit machen, sondern schon vorwiegend noch im deutschen Raum, etwa 80 Prozent, 20 Prozent, so die umliegenden europä Länder. Und wenn man sich darauf fokussiert, fokussiert man sich auf der einen Seite auf gute Gründer Teams, die es eben ermöglichen, dann aber eben auch neue Technologien in den Markt zu bringen. Das heißt, der Fokus war jetzt nicht unbedingt immer spezifisch das Segment oder das Segment, sondern wir gucken grundsätzlich nach grundlegenden innovativen Schritten, neuen Technologien, auch teilweise neuen Geschäftsmodellen, siehe Flixbus, die ganze Märkte disruptieren können und dann auch in diesen Märkten, ich sag mal, signifikante neue Firmen aufbauen können. Und das hat uns sehr früh eben auch zu den Themen wie Climate Tech oder Deep Tech geführt, weil wir natürlich auch früh gesehen haben, auch in den Bereichen gibt es logischerweise große Innovationsschritte. Nehmen wir mal Isar Aerospace, da habe ich mir halt angeguckt, sehr früh, da war das noch gar nicht gang und gäbe, dass man überhaupt mit Raumfahrt Geld verdienen kann.
Speaker A: Dann kam ich In welchem Jahr seid ihr da reingegangen?
Speaker B: Jetzt muss ich noch mal überlegen, ich glaube vor fünf, sechs Jahren. Also wir waren mit der erste Investor mit anderen, wenn es nicht sogar schon noch länger ist, da gab es natürlich schon SpaceX. Aber ich sag mal so, das war jetzt irgendwie das ganze Space Thema war noch nicht so richtig hoffähig im Venture Capital, weil viele gesagt haben, wie will ich eigentlich Geld damit verdienen? Aber es hat sich gezeigt, naja, ich sage mal, wir haben es nicht gemacht, nur weil es Rocket Science im wahrsten Sinne des Wortes ist, sondern weil ich Nee, nee, wir haben einen Bottleneck in Satelliten in den Weltraum zu bringen. Das ist ein klassisches Geschäftsproblem. Wenn ich also eine Rakete habe, die Satelliten ins Weltall bringt, dann habe ich ein Geschäft. Und das können eben nicht so viele, das können eben nur ein paar. Und deshalb haben wir von Anfang an Mensch, eigentlich ist das ganz klassisches Geschäftsmodell Da wollen Leute eine Beförderung haben ins Weltall und die kann vielleicht ISA Aerospace liefern und das ist eigentlich auch unsere Herangehensweise. Das gleiche im Climatech Bereich. Climatech Bereich ja auch immer so, wir sind ja kein Impact Fund. Ich glaube, es ist meiner Ansicht nach auch wichtig. Ich glaube nicht, dass man Impact alleine ist vielleicht gut, das zu haben, aber langfristig, glaube ich, funktioniert es nicht so gut, weil man muss immer sehen, dass die Geschäfte und die Businessmodelle am Ende auch wirklich Gewinn machen und am Ende muss es immer irgendwo jemand besser sein, Leute es auch freiwillig kaufen. Jetzt können solche Regularien natürlich wie Net Zero, das ist ja auch unser Ziel, gesellschaftlich gewollt, das unterstützen schon die Energiewende damals, Einspeisevergütung und so. Also es gibt da Mechanismen, die natürlich Märkte attraktiver machen. Das ist im Climate Tech auch so. Und es ist eben ein großes gesellschaftliches Problem, wo wir auch davon ausgehen, dass wenn das gelöst wird, man dann auch wertvolle Firmen aufbaut. Aber das ist immer unsere Logik. Also ich löse ein Problem, das gesellschaftlich relevant ist und es gibt genügend Leute, die dafür auch zahlen und deshalb ist es eigentlich die schöne Kombination. Wir lösen gesellschaftliche Probleme, aber gleichzeitig kann man dann eben auch Firmen aufbauen, die sehr viel wert sind.
Speaker A: Sehr spannender Fokus mit den 250 Millionen, die ihr jetzt im aktuellen Fonds drin habt. Für wie viel Investment reicht das? Also was ist so eine durchschnittliche Investmentgrösse, bei der ihr reingeht?
Speaker B: Es ist sehr klassisch, hat sich über Jahrzehnte mittlerweile etabliert, dass so Größenordnung 20 bis 30 Investment in einem Portfolio eine gute Diversifikation geben und auch eine Größe, die man wiederum managen kann. Also wir versuchen da etwa 25 vielleicht auch sogar bis 30 Investments zu machen, kann man sich ausrechnen, wären Das etwa knapp 10 Millionen pro Startup. Muss man davon ausgehen, dass aber wir ja nicht das alles auf einen Schlag investieren, sondern wir investieren, sage ich mal, in der Seed Phase vielleicht 2, 3 Millionen in der Serie A dann nochmal 4, 5 Millionen und dann over Lifetime wird man in die, die vielleicht sehr weit kommen und auch sehr groß werden, dann sogar über 10 Millionen investieren, vielleicht sogar 15, 20 und andere, die es vielleicht eben nicht so weit schaffen, wird man auch vielleicht vorher aufhören oder dann eben nicht mehr so viel investieren. So, deshalb sehen wir das immer eigentlich in einer Reihe von Investitionen und nicht nur einmalig. Aber klassischerweise steigen wir im Seed Bereich ein paar Millionen ein, in der Serie A eben maximal bis 10 Millionen.
Speaker A: Okay, lasst uns ein bisschen über euer Portfolio sprechen. Ihr habt dort einige sehr spannende Unternehmen, die einigen hier bekannt sein werden im Portfolio. Gib uns doch gerne mal so einen kleinen Überblick. Gerne auch mit Fokus auf spannende Climatech Unternehmen, die ihr im Portfolio haben.
Speaker B: Ja, gerne. Also vielleicht waren wir einmal mit Isar Aerospace, weil ich dich schon genannt hatte, eben sehr spannend, war ja auch in den Medien, ist eine lange Reise, aber sie sind eben weiterhin sehr gut unterwegs. Und wie ich schon sagte, wenn es eben dann wirklich möglich ist, dass die Raketen bauen, so wie vorhergesehen, sage ich mal, dann haben sie ein sehr schönes Geschäft und da haben wir früh investiert und eben Ziel ist dann jetzt auch, was heißt Ziel, Das Team würde sehr gerne mit der nächsten Rakete dann wirklich auch in den Weltraum fliegen. Ob sie das schaffen, schauen wir noch mal. Es ist auch normal, dass es da mehrere Anläufe gibt. Hat es SpaceX auch, weil es eben jetzt nicht man zehn Jahre wie Ariane vielleicht darauf hin entwickelt und unheimlich Milliarden zur Verfügung hat, sondern weil man natürlich auch kapitaleffizient, das ist eigentlich das große Thema hier, kapitaleffizient eben das schafft dann am Ende eine Rakete zu haben. Also das natürlich gefällt uns sehr gut. Und ich glaube jetzt mit der geopolitischen Situation, wo es noch mehr European Sovereignty, also dass wir in Europa ja dann auch mal diese Fähigkeit haben wollen, in den Weltraum zu kommen, ist eigentlich über die Zeit sogar gewachsen. Das war damals, als wir investiert haben, noch gar nicht unbedingt so stark, war schon ein Teilaspekt, aber der wird ja jetzt immer stärker. Also das ist sicherlich ein sehr spannendes Thema im Climatech Bereich. Da haben wir auch mehrere Themen. Ich picke mal zwei raus. Die Firma Reverion, vielleicht auch schon mal gehört, die bauen kleine Gaskraftwerke. In der ersten Anwendung nehmen sie Biogas und wandeln das eben mit Brennstoffzellen um und noch zusätzlich einen, ich sag mal nach Burner, mal vereinfacht gesagt, um die Brennstoffzellen dann noch effizienter zu machen in elektrischen Strom, normaler Verbrennungsmotor, wie es heute häufig gemacht hat, eine effizienz von 40 prozent klassische brennstoffzellen haben etwa so 60 und reverion kommt mit ihrem Nachbrenner noch mal auf etwa 80 Prozent. Damit sind sie mittlerweile wirklich das effizienteste Gaskraftwerk, das muss man so sagen. Das hat auch noch viel weitere Anwendungsmöglichkeiten und nutzen eben da neueste Technologien und sind gut finanziert. Aber und es haben auch einen riesigen Auftragseingang, weil das ist eigentlich ein no brainer, wenn ich heute einen Motor habe, der 40 Prozent hat, Effizienz Strom ist, wenn es 80 ist, dann müsste natürlich die Kosten noch berücksichtigen, aber da sind sie dran und haben eben auch schon erste Installation. Also sehr sehr spannend und das kann wirklich ein Game Changer sein, weil man das sogar auch noch umgedreht funktionieren lassen kann. Ich kann dann nämlich in Zeiten, wissen wir alle, wo Strom vielleicht sogar im Überfluss da ist, nämlich das einfach umdrehen den Prozess sehr schnell und damit Gas oder Wasserstoff produzieren und damit eben auch eine Speicherfunktion ermöglichen. Also das heißt, wenn diese kleineren Kraftwerke zu Hunderten oder Tausenden installiert sind, werden sie sogar noch das gesamte Netz glätten. Also sehr sehr spannend und sind da gut unterwegs und ich glaube auch richtig deutsches Engineering aus der TU München heraus gegründet. Top Gründer. Also das ist auch ein spannendes Thema. Gerne noch ein weiteres, ich weiß nicht wie viel Zeit wir haben gerne auch in dem Bereich sehen wir zum Beispiel Stable auch schon, haben sicherlich viele gelesen, Batteriespeicher ist jetzt durch die Decke gegangen, eben weil wir so viel Strom haben, macht es natürlich total Sinn, den Strom irgendwie zu speichern, weil man nicht immer dann produzieren, wann man eben braucht. Mit klassischen Batterien geht das mittlerweile recht gut und Stable hat nochmal eine bessere Technologie entwickelt, eben von der Batterie eben den Wechselrichter zu bauen, daraus, ich sag mal, Wechselstrom zu machen, wesentlich effizienter und wesentlich besser in der Art und Weise, dass man eben auch unterschiedliche Batterien nutzen kann, bis hin zu Second Life Batterien, Second Source oder Second Chance nennt man das auch, wenn es quasi B Ware ist in der Produktion, aber bis hin zu nicht so guten Batterien für den stationären Brauch, Da ist es nicht ganz so wichtig wie im Auto, da will ich nur die besten haben. Im stationären Bereich kann ich auch, sage ich mal, mit ein paar nicht 100 Prozent, sondern vielleicht 80 Prozent Batterien funktionieren. Es ist aber schwierig, die zu mischen. Ich bräuchte eigentlich immer von der gleichen Sorte die gleichen und die können sie jetzt eben mischen und dadurch auch wieder wesentlich kostengünstigere und effizientere Batteriespeicher bauen und der Markt geht auch gerade durch die Decke. Das war ein gutes Market Timing, Da haben wir vorher investiert, haben gehofft und geglaubt, dass der Markt kommt und er ist auch genauso gekommen. Das passiert nicht immer und die sind da jetzt genau richtig positioniert und können sich vor Aufträgen kaum retten. Und das ist auch ein spannendes Thema.
Speaker A: Hervorragend. Super Timing.
Speaker B: Genau, Timing vielleicht ein Punkt, weil es Venture Capital, wir investieren in gute Teams. Klar sagen immer, die interessante Märkte adressieren. Was aber unheimlich schwer ist das Timing. Du musst ja, darfst nicht zu spät sein, wenn du jetzt startest, wo der Markt schon da ist oder bei AI, da gibt es halt schon viele. Wenn du aber zu früh startest, geht dir irgendwann das Geld aus und wenn der Markt nicht kommt, dann bring es. Also genau dieses Timing zur richtigen Zeit am richtigen Fleck sein ist unheimlich schwer und deshalb also auch ganz offen, das ist auch viel Glück dabei. Deshalb muss man als Investor schon in verschiedene investieren und manche haben halt das perfekte Timing, manche leider auch nicht. Das ist halt der Vorteil, wenn du halt in 35 oder 25 bis 30 Firmen investierst, da haben halt manche dann das perfekte Time.
Speaker A: Ja, absolut. Ich denke an dieser Stelle sollten wir sonst auch noch mal die großen Portfoliounternehmen von euch LF Alpha und vielleicht Proxima Fuson noch ansprechen, die auch spannend sind, die bestimmt einige noch kennen werden.
Speaker B: Ansonsten, ja, kann ich gerne auch noch mal genau was vielleicht kurz zu sagen.
Speaker A: Einmal kurz, genau, kurz nochmal zu dem
Speaker B: Wir haben viele spannende, wie du siehst, schwierig sich rauszupicken, was genau, also Proxima Fusion ist auch ein Thema. Fusion, solange ich schon irgendwie mich für Physik interessiere, ist das eigentlich ein Thema, wie kriege ich Fusion hin? Aber da gab es eben in letzter Zeit verschiedenste Durchbrüche und Proxima Fusion hat da eben auch jetzt ein Konzept vorgestellt, ohne jetzt wirklich ins letzte Detail reinzugehen, aber das auch in der Wirtschaft, in der Wissenschaft sehr gelobt wurde. Okay, das könnte jetzt echt ein funktionierender Fusionsreaktor werden, den müssen sie natürlich auch noch bauen, da braucht man ganz spezielle Magnete dazu und so weiter. Aber durch jetzt auch AI und vor allem mehr Computing Power kann ich diese Magnete eben jetzt wesentlich besser designen. Das ging halt vor zehn Jahren nicht und deshalb ist das so ein Enabling Faktor, der es eben jetzt ermöglicht, diese spezialisierten Magnete so zu bauen, dass eben das Plasma dann in dem Ring bleibt. Und da sind die halt führend und auch mit dem Wendelstein Max Planck raus und haben da, sage ich mal, sehr, sehr gute Chancen. Da gibt es natürlich auch viel Wettbewerb. Aber wer eben einen Fusionsreaktor baut, ich glaube, der kann schon sehr, sehr viel Wert generieren. Und das ist natürlich auch unsere Chance. Wie gesagt, Top Team und gute Chancen. Das andere ist ganz anderer Bereich, Aleph Alpha im AI Bereich, auch da sehen wir die Large Language Models. Ich glaube, der Zug ist abgefahren, das ist OpenAI und dann kommen noch die Googles und die Metas mit ihren Modellen. Also da wird man, sage ich mal, nicht im Wettbewerb bestehen. Das war auch damals schon absehbar beim Investment. Aleph Alpha fokussiert sich aber jetzt eben eine Layer zu bauen, um Applikationen in Großunternehmen eben zu bauen, die dann wiederum eventuell auf ihr eigenes Modell oder aber auch auf andere Modelle zugreifen können und so eben für große Firmen vor allem diese Modelle zugänglich zu machen und da eine spannende Applikationslayer zu bauen. Das läuft auch im Augenblick sehr gut. Die sind ein bisschen in der Presse, weil sie eben jetzt nicht mehr direkt mit OpenAI vielleicht konkurrieren, aber wir sehen das als viel spannenderen eigentlich Business Case und sind da eigentlich auch sehr gut unterwegs.
Speaker A: Wie wichtig, sagst du, ist es als Investor gerade jetzt bei euch im Deep Tech Bereich selber technologisch dahinter zu stecken oder eben auch dort das Wissen und die Fähigkeiten mitzubringen, die verschiedenen Technologien wirklich zu verstehen? Oder sagst du, man muss wirklich von vorn bis hinten verstanden haben, worum es geht? Oder ist es manchmal auch unmöglich, wie bei Proxima Fusion, da jetzt komplett alles im Detail verstehen zu können?
Speaker B: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Also erstmal ist es eigentlich unmöglich, alles komplett im Detail zu verstehen. Ich glaube aber, was gute Investoren auszeichnet und wir auch propagieren, einer unserer Werte ist fundiert zu sein. Das heißt, natürlich können wir nicht alles wissen. Wir müssen auch wissen, was wir nicht wissen. Das ist auch ganz wichtig. Was kann ich eben nicht einschätzen? Wo brauche ich eben Unterstützung von Experten, die wir immer in dem Prozess dann auch hinzufügen? Aber ich kann nicht bei allem sofort einen Experte dazu ziehen, sondern ich muss erst mal irgendwie eine Voreinschätzung machen, ob ich sage mal, diese Konzepte irgendwie Sinn machen, ob es da nicht vielleicht ganz große technische Probleme gibt, die eigentlich gar nicht gelöst werden, bevor ich dann in einer späteren Duelligen dann natürlich schon noch mal das überprüfe. Und ich glaube, diese Fähigkeit, glaube ich, haben wir sehr gut im Team. Das ist auch einfach eine Fähigkeit, sehr offen zu sein, natürlich ein Verständnis von gewissen technischen Vorgängen zu haben, aber auch einfach kluge Fragen stellen und man hört dann auch gut raus, ob die Antworten fundiert sind. Also es geht manchmal gar nicht nur darum, ist die Antwort jetzt richtig, aber wenn mir ein CTO einer Firma nicht genau erklären kann, warum er besser ist, vielleicht verstehe ich es im Endeffekt gar nicht, aber ich verstehe, ob er es mir gut erklären kann und auch detailliert erklären kann, also wirklich ins Detail gehen kann und mir deswegen und das und der Wettbewerber macht das und deshalb machen wir das anders und deshalb sind wir besser. Ob das dann also ist, ist eine zweite Frage, weil wenn mir ein CTO oder Gründer das gar nicht erst erklären kann, dann haben wir Probleme zum System, weil wir dann denken, naja, der hat sich vielleicht selber noch gar nicht so Gedanken gemacht oder kennt sich nicht aus. Also das ist dann fast eher so ein bisschen, wir testen die Gründer und die Leute, ob sie technisch die Fähigkeiten haben, das auch wirklich einzuschätzen, damit auch eben gute Produkte bauen können und ob die dann wirklich besser sind als andere. Da holen wir uns dann schon auch noch häufig Experten. Aber diese erste Einschätzung, genau das können wir, glaube ich, ganz gut und das ist sicherlich auch eine Stärke von uns. Heißt nicht, dass wir nur Ingenieure haben, aber wir haben immer Leute, die sich vor allem auch fürs Produkt interessieren, weil es am Ende, wir denken stark, es muss ein gutes Produkt sein, dann kommt noch das Timing natürlich dazu, aber wir fangen eigentlich immer vom Produkt her an zu denken.
Speaker A: Ja, interessanter Einblick auf jeden Fall. Wie würdest du sagen, hat sich in Deutschland der Climatech Markt in den letzten zehn Jahren verändert und was für eine Dynamik spürt man da jetzt auch vielleicht im Vergleich zu den Anfängen von eurem Fonds?
Speaker B: Ja, also es hat extrem Momentum aufgebaut. Ich sag mal so, vor zehn Jahren hast du angefangen, war noch stark so das Abebben der E Commerce Welle, die jetzt in dem Sinne nicht so Deep Tech war, da gibt es auch erfolgreiche Firmen entstanden. Und dann hat man aber auch, dann kam sozusagen ein bisschen die SARS Welle. Auch das ist eine spannende, also auch da investieren wir, aber muss man auch ganz klar sagen, da haben halt amerikanische Firmen häufig schon einen ganz klaren Vorteil. Die haben den größeren Markt zu Hause. Sowieso wissen wir alle mit den IT Unternehmen, den großen Tech Firmen in USA, den Meta, Amazons, Microsoft, Google und so weiter, haben sie da einfach so eine Macht, dass es schon schwer ist, aus Deutschland raus, Ich sag mal, da wirklich große Software und SaaS Firmen herauszuholen. Da gibt es einige Beispiele, aber da muss man ganz klar die Übermacht der USA anerkennen. Es ist anders ein bisschen im Deep Tech und Climate Tech Bereich. Im Climate Tech Bereich. Ich sehe jetzt Gründer, die uns anrufen und sagen, ey, wir kommen aus USA nach Deutschland wegen Trump, weil da die ganzen Projekte eingestellt werden. Und es war auch schon immer gut. Deutschland war schon immer, ich sag mal, sehr gut in komplizierte Maschinen Systeme zu beherrschen, zu bauen, weiterzuentwickeln. Das ist eigentlich sozusagen, was wir immer sagen, ein bisschen deutsche DNA, bisschen dieser klassische Ingenieur natürlich auch mittlerweile viel Software, aber eben nicht nur kleine Business getriebene Sachen, sondern eher eben das, was wir Deep Tech dann eben nennen. Und ich glaube, wenn man das mal so da haben wir halt einen strategischen Vorteil in Deutschland, eben anders als in der Software. Da hätte ich gesagt, haben wir nicht unbedingt und den glaube ich, das haben wir immer mehr erkannt, dass man eben da auch spannende Firmen darauf ausbauen kann und es eben gesellschaftlich relevanter wird. Fängt übrigens an, wir machen keine Life Science, aber sicherlich auch bei Corona, wo man gemerkt hat, Innovation mit Biontech ist eben auch gesellschaftlich doch sehr, sehr wichtig, um unsere Probleme dieser Zeit zu lösen. Selbst Verteidigung sehen wir auch. Also kannst nicht einfach Businessmodell E Commerce machen und dann löst du das Problem, sondern dann musst du halt in die Technologie rein. Klimawandel natürlich genau das Gleiche, Da müssen völlig neue Technologien ran, sind sehr komplex. Und das hat sich, glaube ich, gerade, kann man jetzt negativ sehen, sagen, wir haben mehr Probleme bekommen gesellschaftlich. Ja, auf der anderen Seite spielt uns das, glaube ich, schon in die Karten jetzt aus deutscher Sicht, weil da haben wir einfach auch viel Know how und da haben wir gute Leute und Firmen, die das ja auch schon bewiesen haben, dass sie es machen können. Und deshalb ist dieser ganze Bereich, glaube ich, auch für Investoren attraktiver geworden. Für Gründer muss man auch sagen, früher sind Gründer ja nicht unbedingt so viel in den Deep Tech Bereich hast du kompliziert, da gab es kein Venture Capital und so. Jetzt merkt man, nein, nein, Da gibt es Venture Capital. Da gibt es viele. Zum Beispiel sehen wir an den Unis, wo die 2, 3 Jahre forschen und dann kommen vielleicht Leute, die ein MBA gemacht haben oder mehr aus der BWL und sagen, ich möchte gründen. Und die sagen nicht, ich gründe jetzt den neuen SaaS Shop, sondern ich gehe bewusst in die Forschungseinrichtungen und suche da spannende neue Technologien, um dann zusammen mit einem vielleicht mehr betriebswirtschaftlichen Gründer oder einem technischen Gründer zusammen eben wirklich eine disruptive Technologie zu entwickeln. Das glaube ich, finde ich, finde ich persönlich hochspannend. Ich glaube auch, das treibt weiter eben den Markt und wir sehen eben wie Isar Aerospace und da kommen natürlich noch genügend andere, dass sowas auch funktionieren kann.
Speaker A: Ja, sehr spannend. Also da kriegt man, glaube ich, auch mit, dass dort die Dynamik auf jeden Fall da ist. Ich würde auch sagen, in den letzten Jahren ist Europa doch stark geworden, gerade was dort den Early Stage Bereich auch im Venture Capital angeht, dass da auf jeden Fall die ersten Finanzierungsrunden funktionieren. Was dann schwierig wird, und da würde ich gerne noch mal mit dir drüber sprechen, ist dann, wenn es in die Wachstumsphase geht.
Speaker B: Richtig.
Speaker A: Also wenn es dann Richtung Skalierung geht, dass wir es Stand jetzt nicht in dem gleichen Ausmaß geschafft bekommen, diese Investition dann gestemmt zu bekommen. Wie seht ihr das in euren Portfoliounternehmen? Wie sieht das dann aus, wenn es Richtung Hochskalieren geht und Richtung größere Investmentrunden?
Speaker B: Ja, da sprichst du sehr wichtiges Problem an, das wir leider haben. Also erstmal das Positive, der Early Stage Bereich funktioniert recht gut. Als ich noch angefangen habe, war auch mittlerweile 25 Jahre her, da war das noch nicht so. Da war da noch, da gab es dann der Gründerfonds sehr erfolgreich gegründet. Aber warum? Weil eben gar nicht viele Leute in dem Bereich investiert haben und es kaum Venture Capital gab. Das ist schon mal grundsätzlich wesentlich besser geworden. Aber genau der Punkt ist, wenn es jetzt in die sogenannte Serie B C geht, wo dann eben mal vielleicht 30 50 100 Millionen Finanzierungsrunden gemacht wird, dann gibt es da nicht so viele Player. Ich glaube, das hat verschiedene Gründe. Einmal muss man einfach sehen, also ich hatte eben diese Logik erwähnt, wir haben 250 Millionen Fonds, machen 25 Investments. Jetzt ist ein Groß Investor, will sicherlich auch eine Streuung haben, vielleicht nicht mehr 25 weil es aber der will immer noch 10 Investments in einem Fonds machen. Und wenn ich jetzt 50 Millionen da mal reinlegen muss, dann ist die Forschung 500 da habe ich noch gar nicht in Folgerunden gedacht. Und das Problem ist ja häufig, dass wir diesen sogenannten Lead Investor hier nicht haben. Es gibt viele Leute, die sagen ja, wenn ihr einen großen Investor findet, dann gehe ich mit ein bisschen mit oder verschiedene Co Investment Vehicle, alles schön gut. Aber das Problem ist der sogenannte Lead Investor, der meistens das größte Ticket macht, also die Investmentsumme, der fehlt halt und der kam und dann bisher immer aus USA. Jetzt kann man sagen so what, im Softwarebereich ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht. A gab es die da, B war USA natürlich auch ein großer Markt und dann sind sie häufig die Software Firmen. Okay, ich hole mir jetzt einen großen amerikanischen Softwareinvestor und gehe dann in die USA einen großen Markt macht auch Sinn. Aber jetzt volkswirtschaftlich zieht man viel Know how natürlich auch ab, vielleicht auch viel Wohlstandsgenerierung, weil das Headquarter vielleicht auch darüber verlegt wird. Und was wir jetzt im Deep Tech und Keimetech Bereich sogar haben, ist, dass die aber noch gar nicht mal existieren. Also selbst da kommen jetzt gar nicht die Amerikaner, weil häufig ist es so gewesen, musst dir vorstellen, wenn ich eine Softwarefirma habe und ich eine Serie B oder C Finanzierung etwa, ich sag mal 50 Millionen investiere, dann habe ich meistens schon Umsatz. Ich habe ein Produkt, das vielleicht schon an tausende Leute verkauft wurde und jetzt geht es darum, wie mache ich von den oder sagen wir mal 100 wie mache ich von Das ist die investieren eigentlich in Vertrieb. Natürlich wird auch das Produkt weiterentwickelt, aber ein Großteil des Geldes geht in den Vertrieb. Und da gucke ich mir halt an, Ich kann die 100 Kunden anrufen, wie ist das Produkt, wieso habt ihr es gekauft? Also es ist eine ganz andere Due Diligence, das ist viel mehr Business Due Diligence kann mir ein bisschen mehr Wettbewerber angucken, sagen dir die Kunden Auch ich habe das mit dem dreimal verglichen und da war der besser und deshalb habe ich den gewählt. Also man kann da, ich sag mal, viel Fakten orientierter rangehen. Ich sehe schon, dass Umsätze gemacht werden, wenn ich jetzt Aerospace nehme mal einfach als extremer Spiel, da ist noch nichts. Die brauchen jetzt trotzdem vielleicht 50 oder 100 Millionen. Jetzt müssen wir entscheiden und selber entscheiden können die Rakete bauen. Und das ist halt dann doch noch eine andere Fähigkeit und ein anderes Risikoprofil. Will man das denn überhaupt dann eingehen? Weil viele sagen dann ja, da ist ja noch Tech Risiko drin, da investiere ich nicht. Ich investiere eben erst nur skalieren. Schon das schöne Wort heißt eigentlich in Vertrieb investieren, was wichtig ist, aber so und daran ist ja zum Beispiel auch Lilium gescheitert. Ich meine, da gibt es noch andere Themen, aber in den Phasen, wo eigentlich das Produkt noch gar nicht wirklich fertig ist, müsste man eigentlich schon diese großen Finanzierungsrunden machen. Und da tun sich viele Investoren eben unheimlich schwer. Und ja, und das ist ein Grundproblem, das wir haben, was wir versuchen vielleicht auch irgendwann mal zu lösen. Da gibt es ja jetzt Initiativen, aber man muss dann auch eben die richtigen Investoren haben, die solche Risiken auch einschätzen können und auch willens sind, solche Risiken einzugehen.
Speaker A: Lilium zum Beispiel war oder ist dann ja in den USA per Spak an die Börse gegangen. Wie siehst du solche Möglichkeiten dann halt in der Phase Geld einzusammeln? Weil ich meine, wenn, wenn du noch kein fertiges Produkt hast, weder Umsätze, ist natürlich auch sehr schwierig, deine Börsenstory darzubieten.
Speaker B: Ja, also ich sage ganz ehrlich, für Lidun war es damals gut. Ich glaube nicht, dass das der Weg ist, weil ich glaube nicht, dass der Privatinvestor an der Börse besser einschätzen kann, wie die Technologie funktioniert, wie spezialisierte Investoren. Am Ende sind wir mal ehrlich, wurde das nicht nur über Linux bei ganz vielen SPACs gemacht, wurde eigentlich eine Story erzählt und die Investoren irgendwie ja super. In den USA gab es ja ganz, ganz viele SPACs auch von amerikanischen Firmen, wo man das schon eigentlich hinterfragen muss. Das ist nicht langfristig haltbar, weil wir sehen immer, wenn Investoren Risiken nehmen, die sie eigentlich nicht einschätzen können, dann ist was falsch. Das passiert immer in diesen Hype Phasen kommen dann die Hedgefonds und sagen plötzlich, oh ja, ich gehe jetzt auch in Venture Capital, aber die ticken halt anders. Und ich meine, wir machen das nicht umsonst 30 Jahre, die VCs und haben da Erfahrung aufgebaut. Wir gehen ja Risiken ein, aber wir versuchen sie ja nicht blind einzugehen, sondern wir versuchen sie einzuschätzen, welche Risiken sind es, was kann man gegen die Risiken tun und welche geben wir denn dann ein auch und welche eben nicht. Wenn das Investoren nicht haben, dann fallen sie meistens. Also dann ist es vielleicht mal ein Glückstreffer hier und da, aber dann können sie das meistens nicht systematisch so gut einschätzen. Das passiert bei SPACs meiner Ansicht nach. Das heißt, ich halte das nicht für einen sinnvollen Weg. Ein SPAC machst du dann Spotify ist auch oder egal, aber die hatten riesige Umsätze. Also das machst du, gehst an die Börse erst, wenn du Finanzzahlen hast und Leute Umsätze angucken können und nicht. Deshalb ist es genau das Problem. Das bleibt im privaten Bereich, meiner Ansicht nach. Sollte auch, aber dann braucht man eben solche Investoren, die sich damit gut auskennen. Das haben wir mittlerweile in Deutschland, aber wir haben eben noch nicht die Investoren, die dann auch die 500 oder die Milliardenfonds haben, um dann eben sinnvolle Investments zu legen in diesen Phasen. Aber ich bin optimistisch. Also wir arbeiten auch mit sehr vielen über die nächsten paar Jahre wird da was passieren. Wir gucken uns das auch an, ob auch nicht wir da vielleicht eine Rolle spielen, weil das ist einfach der nächste Evolutionsschritt der Venture Branche, glaube ich. Und da passiert schon auch einiges.
Speaker A: Was würdest du sagen, wären so zwei, drei elementare Schritte, die auf dem europäischen Markt geschehen müssten, damit man eben auch ermöglicht, dass Venture Capital im Wachstumsbereich auch entsteht und das Kapital auch mobilisiert werden kann. Ich meine, Kapital ist ja da. Ist ja nicht so, dass wir nicht genügend Kapital hätten in Europa.
Speaker B: Also da gibt es auch mehrere. Vielleicht muss man erst noch mal überlegen. Genau, also Kapital ist dann da, wenn diese, ich nenne es mal Assetklasse oder diese Investments eben eine gute Rendite erwirtschaften. Jetzt ist immer das Problem, das konnten wir bisher noch nicht so richtig zeigen. Also erstmal brauchst du Leute, die daran glauben, aber die Frage ist, wie können die denn gute Renditen erwirtschaften? Jetzt nehmen wir mal wieder ein Isar Aerospace, ohne da irgendwelche Zahlen zu nennen, aber sagen wir mal, die bräuchten jetzt noch mal 200 Millionen, um ganz viele Raketen zu bauen, dann müssen die ja irgendwann mal mindestens Milliarden wert sein, damit es sich für so einen Investor lohnt. Weil ein Investor typischerweise, wenn er jetzt, selbst wenn er 100 Millionen investiert, ganz vereinfacht, also kriegt 10 Prozent einer Firma, dann ist sie ja schon eine Milliarde wert. Deshalb sind die ganzen Unicorns entstanden. Das heißt, damit der mal zweimal sein Geld zurück macht, muss die Firma ja schon dann 2, 3 Milliarden wert sein. So und dann ist ja die Wer zahlt dir denn mal die zwei, drei Milliarden für eine Firma? Das kann eigentlich entweder nur noch, ich sag mal, ein Airbus dich kaufen für drei Milliarden oder du gehst an die Börse und jetzt kommt das Problem, wir haben halt noch keinen guten Kapitalmarkt, Also muss eigentlich das Pferd von hinten aufziehen und der Kapitalmarkt muss funktionieren. Es müssen Leute in Aktien investieren, in alt, in bestehende Aktien, aber genauso in Neuemissionen und da müssen wir das Geld reinholen, weil dann ist quasi der Exit Kanal besser gefüllt. Und dann sagen Leute natürlich, wenn ich jetzt investiere und ich kann mir auch vorstellen, mal so eine Firma an die Börse zu bringen und dann gibt es auch weiter Investoren, dann weiß ich ja, dass ich da wieder Geld machen kann. Und das ist eigentlich das große Problem, dass wir in Europa immer noch keine einheitliche Börse haben. Jeder hat da seine eigenen und eben die Aktienkultur immer noch nicht so stark ist, dass eben viele Pensionsfonds und so weiter, Privatleute immer noch wahrscheinlich zu wenig. Das hat sich jetzt auch geändert. Also ich glaube, das sind auch positive Signale, aber das dauert natürlich ein bisschen, bis sich da was tut. Aber deshalb kannst du nicht immer nur an einer Stellschraube drehen und sagen, jetzt brauchen wir mehr Geld in dem Punkt. Du musst immer die ganze Kette aufbauen und das dauert halt leider ein bisschen.
Speaker A: Hoffen wir, dass sich da in Europa die nächsten Jahre mehr tut. Aber wie du sagst, ist schon mal sehr positiv zu erwähnen, dass man sieht, dass da jetzt auf jeden Fall der Wille auch da ist, da jetzt Dinge anzustoßen. Noch mal eine andere Was würdest du sagen, sind jetzt gerade so Technologien, die ihr aktuell auch analysiert auf dem Tisch liegen habt, wo du die sind sehr spannend und da kribbelt es einem schon den Finger in das eine oder andere Startup in den Bereich reinzugehen. Also was sind gerade so die spannendsten Technologien, die in den nächsten Jahren kommen werden?
Speaker B: Ja wow, das ist immer das ist auf der einen Seite eine schwierige Frage, weil ich glaube man muss man hat natürlich ein Bild was für interessante Technologien kommen, aber man muss als Investor auch immer offen sein, wenn jeder die ganzen Technologien vorhersehen würde, dann ist es dann sage ich mal so dann wüsstest du ja alles und meistens ist es nicht so also nimm AI, weil lange AI gibt es auch schon 30 Jahre und ich vielleicht noch mal ein Grundmodell wie ich die Welt sehe jetzt Über die letzten 30 Jahre beobachtet du hast immer Technologien oder auch Trends die kommen und gehen. Ich vergleiche das immer wie ein Wall. Du hast einen Damm und da kommt eine Welle das ist die technologiewelle jetzt nimm ai 97 fraunhofer haben wir schon über neuronale Netze gesprochen so und dann kommt halt so eine Welle die Welle ist aber noch nicht groß genug, weil vielleicht doch noch nicht so technologischer Durchbruch es funktioniert vielleicht doch noch nicht. Es gibt noch nicht die richtigen Use Case und dann schafft es nicht über den Damm und dann ist er erstmal wieder weg. Dann redet dann irgendwie fünf Jahre erstmal nicht darüber und die nächste Welle schafft es auch noch nicht hatte man vielleicht ist schon ein bisschen größer. Irgendwann gibt es halt eine Welle, da passieren gewisse Sachen und die schwappt dann über den Damm und dann ist der Durchbruch da So und jetzt kommen wir wieder zum Timing Thema. Wenn ich natürlich nach dem Durchbruch investiere gibt es manchmal auch noch interessanter am schönsten ist natürlich genau in der Welle zu bevor sie den Damm durchbricht und dann bin ich halt genau da open die sind ja auch schon fünf, sechs Jahre unterwegs gesprochen hat man halt irgendwie drei Jahre so und das vorherzusehen muss man ehrlich sagen ist eben unheimlich schwer. Deshalb muss man verschiedene Wetten machen was jetzt die Frage natürlich denken wir was sind grundsätzlich spannende Trends aber die sind auch gar nicht da sprechen viele drüber es ist jetzt nicht so, dass ich genau den einen weiß aber nehmen wir natürlich das ganze Thema Computing ist immer noch hot. Was heißt immer noch also Semiconductor Industrie wird irgendwann die Chips ich sag mal dann doch Moslaw vielleicht aufhören Natürlich Thema Quantencomputer sind auch schon sehr lange unterwegs 20 30 Jahre, aber der Durchbruch gab es eben noch nicht. Fusion war genau das gleiche passiert jetzt der Durchbruch vielleicht vielleicht auch erst in 10 Jahren. Trotzdem gucken wir uns die immer an. Also das sind schon diese grundlegenden Themen im AI Bereich gucken uns sehr viel eben an, nicht mehr Grundlagen. Ich glaube, da wird schon viel gemacht. Aber wie kann ich das jetzt wirklich reintragen in Geschäftsmodelle? Wie kann ich mit unserer Manufacturing vielleicht nicht so viel Statistik? Da brauchst du vielleicht schon eher die sogenannten physikalischen AI oder so Themen. Das sind super spannende Themen und Climatech auch weiter. Natürlich haben die jetzt alle ein bisschen Dämpfer bekommen, aber ich glaube, das geht nicht weg. Und jetzt werden dann häufig die spannendsten Themen oder Firmen gegründet, weil die Leute jetzt wirklich sich durchsetzen müssen, überzeugen müssen. Wir glauben viel an sogenannte Drop in Chemicals, also Chemikalien, die eben nicht mehr auf fossilen Energieträgern oder Trägern generell. Das kann im Bereich Plastik natürlich sein, wo Sachen ersetzt werden, kann aber genauso Bereich sein. E Fuel ist jetzt speziell für die Luftfahrtbranche, Sustainable Aviation Fuels sind spannende Themen, aber weiter auch das ganze Thema Elektrizität, es elektrifiziert alles, also es wird viel mehr elektrifiziert. Das heißt das ganze Thema grundsätzlich Effizienz in der ganzen Energieerzeugung ist glaube ich weiterhin hoch relevant und sind Themen, die wir uns angucken.
Speaker A: Ja, wahnsinnig spannende Themen. Könnten wir noch stundenlang drüber sprechen, was dort jetzt gerade aktuelle Technologien sind, wann, wo eventuell der Durchbruch zu erwarten ist. Danke einmal für den Überblick jetzt fast schon zum Was rätst du jungen Gründern im Deep Tech Bereich? Was sind Eigenschaften, die man mitbringen sollte und vielleicht auch zweitens, in welchem Zeitpunkt sollte man dann auch VC Money einsammeln und worauf kommt es da an für eine erfolgreiche Finanzierungsrunde? Also was sagst du selber als Investor? Sind die Dinge, wo du sagst, okay,
Speaker B: das überzeugt mich Ja, die große Bandbreite? Also vielleicht erstmal, ich würde mir bewusst gerade nicht den VC nehmen. Also ich glaube, es gibt Firmen, die optimieren sich darauf, VC Geld zu bekommen. Ich glaube, das ist der falsche Weg. Wir investieren ja nicht Firmen, weil sie sich optimieren, uns einen guten Pitch zu machen. Ich investiere in eine Firma, weil ich glaube, dass sie Kunden bekommt oder schon welche hat noch mehr bekommt. Das heißt der Weg ist finde den Kunden, dann findest du einen Investor mal ganz pauschal, finde den ersten Anwender, dann findest du auch ein Investor. Diese Denke wollen wir eigentlich sehen. Natürlich soll der uns auch einen guten Businessplan machen, aber der Fokus ist wie baut er eine profitable Firma auf. Das heißt er muss sehen, der Klassiker, ich habe irgendwelche Leute, die mein Produkt kaufen und hoffentlich macht mein Produkt eine gute Marge und dann sind wir beim Thema Unit Economics und da kann ich auch einen guten Gewinn machen. So um das zu rauchen, brauche ich Geld und das ist für uns dann sehr wichtig möglich Geld in Häppchen, nicht zu viel Geld am Anfang, sondern wir gucken immer Money at Risk, also gewisses Geld und dann sicherlich, wenn ich wieder mehr zeigen kann, dann mehr Geld. Und diese Denke, die suchen wir und das würde ich auch Gründern raten. Also viele fragen mich immer, ja ich muss Capital Raisen, um eine erfolgreiche Startup aufzubauen. Du baust, nein stimmt nicht widersprechen, du baust wahrscheinlich das erfolgreichste Startup auf, wenn du kein Venture Capital Race, wenn du es dann schaffst und schnell genug wachsen kannst. Das Thema ist ja eher, also wir sind eher sozusagen der Wachstumsbeschleuniger Katalysator. Ja genau. Also und das macht in vielen Sinn total viel Sinn, weil wenn du dann eben langsamer bist und andere kriegen Venture Capital und du dann vielleicht langsamer bist, dann verlierst du vielleicht am Markt. Deshalb ist das dann wiederum, dann brauchst du Venture Capital. Aber sozusagen ich kann nur ein Geschäft verbauen, wenn ich bekomme, ist meiner Sache ein bisschen die falschen und dann denkst du auch von der falschen Seite, ich brauche Kunden, die es bezahlen, die vielleicht frühzeitig schon Interesse haben und den Weg würde ich immer folgen. Also ganz früh immer mit Kunden sprechen, immer mit Kunden, auch wenn man eine neue Technologie entwickelt hat, immer versuchen Leute zu finden, die das Produkt haben wollen, weil dann ziehst du Mitarbeiter an, dann ziehst du natürlich auch Investoren an. Das ist eigentlich mein Credo Und dazu brauchst du natürlich auch viel Durchhaltevermögen. Also es ist ein Rollercoaster. Wir sagen das ist leider so, dann sagt ein Kunde zu und dann sagt er wieder ab und dann kriege ich Geld und nicht Und das sagen eigentlich alle Gründer. Ich kenne auch keinen der sagt das ist ein linear Prozess und ich glaube ganz ganz wichtig das habe ich mir auch gesagt es ist auch Glück dabei und jetzt kann man eben sagen okay aber es ist das Glück der Tüchtigen Also häufig ist Durchhaltevermögen ganz ganz wichtig weil wenn es eine Krise gibt und du überlebst nicht hast du schon verloren wenn du aber überlebst hast du wenigstens die Chance im nächsten es geht dann auch mal wieder nach oben und ich glaube diese Fähigkeit das realistisch einzuschätzen dass wir immer noch in einem sehr statistisch getriebenen Umfeld zu sind und das richtig einzuschätzen und dann eben dich selber und deine eigene Firma da ein bisschen zu managen was häufig Durchhaltevermögen genannt wird ich glaube das ist äußerst wichtig und genau diese Kundenorientierung die ist meine ich einfach essenziell
Speaker A: sehr spannend Danke für den Überblick einmal und dann kommen wir auch schon zur letzten Frage wie blickst du auf die Zukunft also bist du dort ein Realist vor allen Dingen vielleicht auch in Bezug auf den Klimawandel jetzt hier für für das Thema bist du da optimistisch und sagst wir werden noch große Schritte und Sprünge sehen was auch von der Technologie Seite kommt wie blickst du da generell in die Zukunft Gut ich bin
Speaker B: per se Unternehmer und ist aber Optimist trotzdem habe ich eben auch gemerkt als Investor darf man nicht so optimistisch sein Wir sagen realistische optimistische Case und wenn man dann natürlich schon mal guckt gibt es vielleicht mal ganz zurückgeht in unserer ganzen Historie Innovation ist immer dann kommen wenn es wirklich ans Eingemachte ging war häufig leider Krieg aber ganz ganz viele wenn wirklich dein Leben bedroht ist dann wird der Mensch unheimlich innovativ es ist erstmal eine traurige Wahrheit aber man kann es auch weiter schaffen wenn wir eben wirklich merken einige hier passiert was unser Leben ist bedroht glaube ich schon dass das unheimliche Kräfte freisetzt tut es teilweise schon aber die Maße vielleicht noch nicht Thema Klimawandel ja und deshalb glaube ich wir werden es nicht proaktiv schaffen wir werden leider erst sehen müssen dass Überflutung sehen wir schon aber vielleicht noch im höheren Maße wir damit Probleme bekommen bevor dann wirklich der Durchbruch und es vielleicht noch mehr dafür auch gezahlt wird weil ich glaube die Technologien haben wir grundsätzlich bestehen heute Technologien um klimafrei zu leben oder fast klimafrei, co frei, nicht klimafrei, co frei zu leben. Also Technologien sind schon da, die sind halt alle noch nicht in dem Kostenpunkt, dass sie gesellschaftlich sagen, wir verzichten jetzt auf vielleicht oder gewisse Sachen oder umgekehrt, wir leisten uns eben dafür auch mehr zu zahlen. Das heißt, ich glaube, die Technologie müssen einfach von den Kosten dramatisch runter und der gesellschaftliche Wille, da auch mehr für zu zahlen, muss steigen. Das wird dann, kann man in unsere Historie gucken, leider immer länger dauern, als wir das uns vielleicht die Optimisten gedacht haben, sodass wir erst, also das hat uns zwei Ausführungen A ja, wir werden das Klima wird sich ändern, Punkt. Daran glaube ich fest, aber wir werden es dann schon auch irgendwie wieder einfangen. Heißt aber auch jetzt, unsere Investments, die Märkte kommen alle einen Tick später, als wir das gedacht haben. Grundsätzlich aber glaube ich schon, der Mensch ist so unheimlich innovativ und fähig und es gibt so viele Fähige. Ich arbeite täglich eben mit den jungen Gründern, unheimlich smart getrieben, die die Welt verbessern wollen. Es muss ja nicht jeder machen, aber da gibt es genügend dieser Gründer, die glaube ich eben uns dann am Ende auch eine bessere Welt ermöglichen. Das macht übrigens mir auch unheimlich Spaß, mit denen zu arbeiten und das macht mich in Summe sehr optimistisch.
Speaker A: Gerade das Letzte, was du gesagt hast, stimmt einen noch optimistisch, dass man an der Basis sieht, da gibt es auf jeden Fall junge Menschen, die das Potenzial haben, die auch die Energie haben, dort die notwendigen Schritte zu gehen. Vielen Dank für die Einschätzung. Abschließend vielleicht noch, wie kann man sich am besten bei euch melden, bei dir melden,
Speaker B: mich ansprechen auf irgendwelchen Events. Meine Kollegen sind auch immer unterwegs, natürlich Klassiker über LinkedIn noch besser irgendjemand finden, der mich kennt und eine Intro macht, denn das hat bei mir immer die höchste Priorität, weil er dann weiß, hat er sich auch ein bisschen mit beschäftigt, vielleicht wer wir sind, was wir machen. Aber grundsätzlich sind wir da immer offen, natürlich vor allem auch spannende Gründer oder auch Investoren zu finden in unseren Fonds. Also das ist unser täglich Geschäft und deshalb bin ich da auch immer sehr offen, mit Leuten in Kontakt zu treten.
Speaker A: Super, perfekt. Ja, dann danke ich dir für deine Zeit heute, Johannes. War eine spannende Folge mit dir.
Speaker B: Ja, danke Leon, danke für die guten Fragen und hat mir auch sehr viel Spaß gemacht.
Speaker A: Hervorragend. Dann bis bald.
Speaker B: Bis bald. Tschüss.
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